Im August 2001 stellte die kanadische Polyglottin Sonja Lang die Sprache "toki pona" erstmals in einem öffentlichen Beitrag auf ihrer GeoCities-Website vor. Darin beschrieb sie toki pona als "eine niedliche, pidginartige Sprache, die grundlegende menschliche Realitäten ausdrücken soll, indem Wörter und Ideen auf ihre einfachsten und universellsten Bedeutungen reduziert werden und unnötige Komplexität vermieden wird. Die Sprache hat nur 14 Laute und unter 200 Wörter." In der ursprünglichen Form hat Tokipona 120 Worte, inzwischen wurde der Wortschatz erweitert, was dadurch zustande kommt, daß die Sprachanwender neue Begriffe vorschlagen. Wenn diese eine zeitlang in Gebrauch sind,wird über die Aufnahme in den Wortschatz entschieden. Es gibt ein "Universal Multiple-Octet Coded Character Set", in dem diese Auswahl beschrieben wird. Aus diesem Dokument habe ich einen Abschnitt in einer Datei gespeichert, der für näher Interessierte von Bedeutung ist und heruntergeladen werden kann:
Artikel downloadenParallel zu den Worten wurden Piktogramme pro Wort/Begriff geschaffen.
So kann mit den Symbolen ein Text geschrieben werden,der natürlich viel kürzer ist, als wenn er mit
dem normalen Alphabet geschrieben worden wäre.Wenn man die Bedeutung der Symbole verinnerlicht hat,
könnte man auch ohne die zugehörigen Worte der Sprache zu kennen den Sinn des Geschriebenen
erfassen. Es ist dabei eine Sache des Lesers, die Folge der Zeichen zu einer sinnvollen Bedeutung
zu verbinden. Denn die Zeichen haben meist übergeordnete Bedeutung. Das Zeichen "Tier" bedeutet alle
Arten von Tieren (Rehe,Füchse,Kälber usw.). Die Sprache/Schrift läßt somit beim Leser/Höhrer viel Freiraum
in der Vorstellung. Das ist aber auch so gewollt. Es wird der ganze Ballast der einzelnen Muttersprachen
vermieden.Die Symbolschrift hat meiner Meinung nach eine Reihe von Eigenschaften des Altägyptischen.Es gibt
sogn. Namenskartuschen.Die Zusammenfassung der Symbole wird sitelen pona genannt und umfaßt 131 Grundformen,
(125 Textzeichen und 6 Formatsteuerzeichen).Das Buch "Toki Pona: The Language of Good " behandelt den ganzen
Aufbau und die Eigenschaften der Sprache.Hinsichtlich des Schreibens erinnert mich Tokipona sehr an Safo, da auch dort
die Begriffe mit (180) Symbolen umschrieben werden, meiner Meinung nach schafft Safo eine genauere Begriffsschrift. Safo
hat neben der Zuordnung Symbol - Bedeutung auch eine Zuordnung Symbol - Silben, die aber regelmäßig gewählt wurden. Damit
ist eigentlich eine Art Sprache nicht möglich und unschön. Die Silben dienen vor allem dazu, Safowörter z.B. in einem
Wörterbuch zu finden. Es ist eben eine Pasigraphie. Tokipona hat einige Tausend Anwender für alle möglichen Dinge. Es wäre
schön, wenn sich für Safo auch zunehmend mehr Leute interessieren würden. Ich muß zugeben, daß die Symbole in Tokipona
näher an ihrer Bedeutung sind und Safo da etwas zu minimalistisch in Erscheinung tritt.
Die folgende Tabelle zeigt die Symbole von Tokipona in einem Font für Windows:

dieses Tokiponabeispiel bedeutet: Kanada ist groß; Kanada als Name in der Kartusche; in Worten: ma [kasi alasa nasin
awen telo a] li suli = ma Kanata li suli (Kanata: es gibt kein "d")
Ich habe den Wortschatz von Tokipona und Safo verglichen. 50% der Tokiponaworte sind auch in Safo vorhanden.
Hier noch einmal die Zeichentabelle mit Wortbedeutung in Englisch:

Ich habe Tokipona hier in meine Webseite aufgenommen, weil ich die Sprache für bemerkenswert halte. Immerhin haben sich
Tausende davon anstecken lassen und arbeiten auch aktiv an der Weiterentwicklung mit. Für Anfänger ist es ein Problem, daß immer
mehr von den 120 Grundwörtern abgewichen wird und auch die Darstellung durch Symbole immer mehr durch Sonderregeln und
Kombinationsformen voranschreitet.Die sogn. Community, die das System beherrscht, sollte die Grundlagen von Tokipona
hochhalten und den Wortschatz hinsichtlich der Ideenkategorien und Modernisierung ergänzen oder Wortbegriffe austauschen.
Ich habe nicht vor, Tokipona zu lernen,habe aber durch das Studium gemerkt, daß das Schreiben der TokiponaSymbole "sitilen pona"
recht umständlich sein kann.Probeweise habe ich mit dem Tool Highkey und den Sripten zur Schrifterzeugung gearbeitet. Ein
solches Script, daß für die Schriftart nasin-nanpa-ucsur gedacht ist, wurde ausprobiert.Immer wenn im Schreibprogramm die
Zeichenfolge eines Wortes etwa "nasin" eingegeben worden war, entstand im Text das Wortsymbol dafür.Voraussetzung hierfür
ist die Beherrschung der Sprache in der Art "wile sona nanpa wan li ni:ale li pona anu ike?". Ich habe daraufhin an meine
Safotastatur gedacht,wo die Zeichen ja direkt ausgegeben werden.Dieses Programm habe ich für Tokipona umgemünzt, allerdings
ist die Tastatur nur gering umfangreicher als 120 Wortzeichen.Man hat 2 Optionen:
1. wird beim Zusammenstellen der Textzeile
ein Bild dieser Zeile erstellt,kann in die Zwischenablage gebracht werden und von dort ins Dokument (als Bild). Es ist keine
Installation eines Tokiponafonts erforderlich
2. wird,nachdem die Zeile fertig ist, eine Textcodeübertragung in die Zwischenablage vorgenommen,und beim Springen auf den
"Focus" Schreibprogramm (z.B. LibreOffice)durch Strg+V der Text in das Dokument eingefügt.Vorraussetzung ist hier die Installation
der Datei nasin-nanpa-ucsur.otf, was aber kein Problem sein sollte.
Es gibt aber ein Problem mit sogn Namenskartuschen. Wenn die als Bild eingefügt werden, hat die Kartusche Lücken. Wenn die Kartusche als Schriftcode eingefügt wird, ist das nicht so. Also nehmt vorzugsweise die Codeübertragung mit installierter nasin-nanpa-ucsur.otf -Schrift. Hier jetzt ein Beispielvideo dazu:
Wer die Lage der Symbole kennt, kann recht schnell schreiben.Für das erstellte Dokument ist es wichtig, daß die Schrift darin eingebettet wird, da sonst die Darstellung von Tokiponatext verloren geht.Die Schrift ist hier nasin-nanpa-ucsur.otf. Die Schrift wird mit dem Programm geladen, sodaß das Programm die Symbole anzeigen kann.Das ermöglicht dann,daß die Zeichen in die Zwischenablage gebracht werden können und ohne den installierten nasin-nanpa-Font als Bild ins Dokument mit Strg+V übertragen werden. Wenn der Text keine Katuschen enthält,kann der Text als Bild fehlerlos ins Dokument gebracht werden.Der Fehler kommt von der Zeichenbreite des Mittelteils der Kartusche (Verängerung).Was den Umfang der Tastatur angeht, habe ich die Grundzeichen und 30 weitere Zeichen verwendet,ohne zu wissen, wie diese mehr oder weniger in Texten vorkommen. Hier bin ich auf die Rückmeldung der Verwender angewiesen. Die könnten mir sagen, was der Wortschatz alles enthalten müßte. Einschränkend könnte es mit dem Programm werden, zu viele Button können es nicht sein. Hier nun zum Download eine zip-Datei, die das Programm und die Schrift zum Installieren enthält. Programm Zip downloaden