Diabelichter Polaroid ProPalette 8000


Summary: Regarding potential use cases for the Polaroid Palette Pro 8000 film recorder; production of small View-Master-style images based on MPO files from the Fuji W3 camera.


Ich bin einer der Wenigen, die ein solches Gerät noch im Einsatz haben. Ich verwende es immer mal wieder, um von digitalen Dateien Filmaufnahmen zu machen. Im Hinterkopf habe ich aber ständig die Befürchtung, daß der Rekorder eines Tages den Geist aufgibt. Der Rekorder arbeitet noch unter Windows XP mit SCSI-Karte und dem Programm RasterPlus 95. Bis vor etlichen Jahren habe ich tatsächlich Dias, besser gesagt Stereodias, hergestellt. Die Diafilme waren damals relativ billig, wie z.B. der Agfa Photo 100 CT precisa, den ich aber als Fujifilmbelichtungstyp belichtet habe. (Es gab kein passendes Profil). Ich habe auch durch die Belichtung nach normalen 36x24 - Bildern, besser gesagt,nach den Stereobildern der Fuji W3, die kleinen Bildchen der ViewMaster-Reels hergestellt,sodaß sie mit der zugehörigen Stanze dafür ausgestanzt werden konnten. Etliche Leerscheiben habe ich noch. Das ist inzwischen alles Geschichte - keiner der Banausen in meiner Familie will sich Stereobilder im Betrachter ansehen. Eventuell noch MPOs auf dem Fernsehbildschirm mit Polarisationsbrille. Die Diafilmpreise sind heute dermaßen gestiegen, daß man sich sehr überlegen muß, ob man damit fotografiert. Da muß man schon sehr Freund der Analogfotografie sein. Und die Entwicklung ist dann genauso teuer. Oder man sammelt mehrere belichtete Diafilme und entwickelt selbst E6. In dieser Sache vertraue ich auf die Qualität der Entwicklung, wie sie bei dm oder Rossmann angeboten wird (derzeit 3 €).
Das Programm RasterPlus beherrbergt in seinem Verzeichnis die Belichtungsprofile *.FLM für die Filmtypen der damaligen Zeit, von denen für heutige Zwecke sicher noch welche probeweise angewendet werden können. Es gibt aber ein jetzt freies Programm, mit dem man diese Filmprofile umarbeiten oder ganz neue erstellen kann. Es heisst CFR Film Table Commander (von srs1software). Damit habe ich ein Negativfilmprofil für den Polypan F 18 DIN angepaßt, den ich als 30m-Rolle habe. Gleiches werde ich für den Diafilm Wittner 200D machen. Auch den habe ich in größerer Länge. Nur die Erprobung wird sich länger hinziehen, da das Entwickeln bei dm etwa 10 Tage dauert. Bei Farbfilm ist hier auch mehr zu beachten, denn es fehlt ein Diaprofil mit 200 ASA worauf man aufbauen könnte. Bemerkung: Nach der Entwicklung eines Wittnerfilmes war auf dessen Rand Kodak EB-3 zu lesen, was dem Kodak Chrome Elite 100 entspricht. Für diesen gibt es ein Belichtungsprofil.
Ich hatte schon überlegt, ob nicht durch Abfotografieren vom Monitor auf Film auch ein brauchbares Ergebnis erhalten werden könnte. Immerhin hat mein Computermonitor 1080 Zeilen. Auf 24mm Filmbreite gerechnet wären das 45 Linien/mm , wenig wenn man annimmt, das ein Film um die 100 Linien/mm hat. Mit einem 4K-Monitor käme man da heran. Der Diabelichter Polaroid ProPalette 8000 macht entweder Belichtungen mit 8192 x 5464 Linien oder 4096 x 2732 Linien. Das entspricht Bildern mit 44Mp oder 11Mp. Die Auflösung 4096 ist oft ausreichend. Warum nun eigentlich noch den Diabelichter knechten ?

Ich habe mal die KI gefragt, was sie zu diesem Thema Diabelichter vorbringt: "Wenn man's genauer betrachtet, ist die Frage nach dem 'wer braucht das noch' gar nicht so leicht mit 'niemand' zu beantworten - ein Gerät wie der Polaroid ProPalette 8000 zeigt das gut. Technisch gesehen ist das kein simpler Diaprojektor-Gegenpart, sondern ein Filmrecorder: Er belichtet digitale Bilddateien Zeile für Zeile über eine Hochauflösungs-CRT (durch Rot-, Grün- und Blaufilter nacheinander) direkt auf 35mm-, 6x7- oder 4x5-Film. Die "8K"-Stufe steht für 8192 x 5460 Pixel pro Bild - bei entsprechend großen Dateien (über 130 MB) eine für die 1990er enorme Auflösung. Das Ergebnis ist ein echtes fotografisches Dia oder Negativ, keine gedruckte Reproduktion. Damit ergeben sich einige Nischen, in denen so ein Gerät auch 2026 noch sinnvoll ist:

Archivierung:

Film ist formatunabhängig - ein belichtetes Dia lässt sich in 50 Jahren noch mit bloßem Auge oder einem einfachen Projektor betrachten, ganz ohne passende Software, Dateiformat-Kompatibilität oder funktionierende Hardware. Museen, Archive und manche Behörden nutzen das gezielt als analoges Backup für digital erzeugte oder gescannte Bestände. Dubletten und Restaurierung alter Diasammlungen: Beschädigte oder verblasste Originaldias werden digitalisiert, digital restauriert und dann wieder auf frisches Filmmaterial zurückbelichtet - genau dieser Anwendungsfall wird auch im deutschen Großformat-Fotografie-Forum als aktueller Bedarf genannt.

Analoge Großformat-Weiterverarbeitung:

Manche Labore erzeugen aus digitalen Dateien ein Filmzwischenpositiv/-negativ, um es anschließend klassisch analog zu vergrößern (etwa als Ilfochrome/Cibachrome-Abzug) - das liefert teils eine Bildqualität und Haltbarkeit, die digitale Drucker nicht erreichen.

Kunst und Ausstellung:

Manche Fotografen und Künstler wollen ihre digital komponierten Bilder bewusst als "echtes" Dia projizieren oder als analoges Negativ weiterverarbeiten, wegen der spezifischen Farbwiedergabe, Korn-Charakteristik oder einfach aus konzeptuellem Interesse.

Spezialdrucke fürs Projektionsformat:

Für Diaprojektionen bei Vorträgen, Vereins- oder Ausstellungsformaten, wo Beamer die spezifische Leuchtdichte und Bildruhe eines projizierten Dias nicht replizieren. Der Haken dabei, und das machen die Quellen deutlich: Das ist ein sterbender Nischenmarkt. Die wenigen Fachlabore, die solche Geräte noch betreiben, schließen nach und nach, weil kaum noch jemand die Technik wartet oder Ersatzteile bekommt. Wer heute noch einen funktionierenden 8K-Belichter hat, bedient damit eine sehr kleine, aber real existierende Kundschaft - nicht aus Nostalgie, sondern weil es für Archivierung, Restaurierung und bestimmte analoge Weiterverarbeitungsschritte tatsächlich (noch) keinen vollwertigen digitalen Ersatz gibt."

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Wie aus Fuji W3 Stereobildern im MPO-Format Bilder für ViewMaster Reels werden


W3-Aufnahmen haben ursprünglich 3648x2432 Pixel. Das entspricht einem Formatverhältnis von 3 zu 2. Es gibt ein Purebasicprogramm, mit dem es möglich wird, diese Bilder verkleinert durch Diabelichtung auf 35mm-Film zu bringen. Diese in den 24x36 Bildern enthaltenen Stereobildchen können dann mit der Viewmaster-Bildstanze ausgestanzt werden. Für die Diabelichtung wird ein 3 zu 2 Bild (für 8K) von 8196x5464 Pixel benötigt. Die Kameraausschnitte, die die Bildgröße bestimmen, haben gemittelt nach Messung an der Kamera "Viewmaster Mark II" 11.31mm x 13.34mm. Die folgende Zeichnung zeigt,wie die Viewmasterbilder in das Filmformat 24x36 eingebettet werden müssen. Im Bild ist zu sehen, wie die Reihenfolge der Stereobilder beim Diabelichten einzuhalten ist. Der Diabelichter fängt die Belichtung am Filmende ( bei Bild 36) an und spult den Film nach jeder Belichtung zum Anfang um 1 Bild weiter. Das Programm erstellt für die Belichtung ein Bild mit 2 Viewmaster-ausschnitten, wie es bei "Diabelichtung3" zu sehen ist. Am Anfang muß 2mal ein Dummybild unten eingesetzt werden, weil immer 2 Bilder gebraucht werden. Gleiches gilt für die 2 letzten Bilder. Man kann aber die Maskenfelder im Programm leer lassen. Es entstehen Dateien der Form ViewMaster_Feld_001.jpg. Mit diesen wird dann der Film im Diarekorder belichtet.Jedes der eingesetzten Bildchen kann mit dX und (dY) in dem Bildausschnitt verschoben werden, um eventuell die Stereowirkung zu verändern. Ansonsten ist das Programm eigentlich selbsterklärend. Besonders muß auf die Reihenfolge der MPO-Teilbilder geachtet werden, wann muß ein linkes Bild, wann ein rechtes Bild eingesetzt werden. Dem dient aber die untere Abbildung.

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Beispiel für die Erstellung eines Filmbildes:


So sieht die IDE des Bearbeitungsprogrammes aus:



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Download des Windowsprogrammes und 2er Dummybilder als zip


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